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October 26 , 2012

Reactions on András Schiff's new Bach recording

András Schiff`s new recording of Das Wohltemperierte Clavier by Johann Sebastian Bach impresses reviewers in Europe and the United States

Three decades after his first recordings of Bach’s keyboard works, Schiff has been returning to them with renewed vigour, wisdom and authority. [...] This recording is a massive achievement that should reward those with the patience to study and learn from Bach’s supreme mastery of the musical form.
Andrew Clark, Financial Times

Ein Vierteljahrhundert ist ins Land gegangen, seit András Schiff mit seiner Einspielung von Johann Sebastian Bachs „Wohltemperiertem Clavier“ Aufsehen erregt hat – und nun legt der ungarische Pianist das Kompendium der Präludien und Fugen, in dem der Thomaskantor zweimal durch die zwölf Tonarten des Quintenzirkels geschritten ist, ein zweites Mal auf CD vor. [...] Schiff geht von denselben Grundauffassungen aus, wuchert aber nachhaltig mit den Pfunden seiner seither mächtig gewachsenen Erfahrung. Damit gelingt es ihm, seine Sicht auf den Kosmos der 48 Präludien und Fugen grandios auf den Punkt zu bringen. . [...]
Das Problem bei der Interpretation des „Wohltemperierten Claviers“ besteht ja darin, dass Bach praktisch keine Ausführungsvorschriften notiert hat: Zeitmass und Lautstärke, Artikulation und Phrasierung müssen aus dem Notentext erschlossen werden, sind somit dem Empfinden und dem Stilgefühl des Interpreten anheimgestellt. Da schöpft András Schiff aus dem Vollen einer eigenwilligen Empathie und einer reichen Phantasie. Extravaganzen der Tempobildung, wie sie Glenn Gould liebte, die rhythmischen Zuspitzungen eines Friedrich Gulda oder die weit ausholende Emphase eines Swjatoslaw Richter sind seine Sache nicht, bei ihm bleibt die Kirche im Dorf. Herrscht eine Kunst der musikalischen Charakterisierung, die vom Moment frischen Konzertierens bis hin zu empfindsame Versenkung viele Facetten kennt.
Peter Hagmann, Neue Zürcher Zeitung

Das Klangbild ist klar konturiert, durchsichtig, lichterfüllt. Die Artikulation wie auch die rhythmische Gestaltung und Tempo wirken ausgewogen, altersweise. Alle melodischen Linien, aber auch alle harmonischen Sensationen treten dabei schön deutlich zutage. Und alle unterschiedlichen Charaktere dieser Präludien und Fugen, die legatosingenden Lieder ohne Worte ebenso wie die Tanzsatzähnlichen oder Kirchentonalen, kommen zauberhaft zur Entfaltung.
Eleonore Büning, Frankfurter Allgemeine Zeitung

Schiff has long been an eloquent interpreter of Bach on the modern piano, bringing out the music’s contrapuntal texture with extraordinary clarity. But his treatment of the ‘The Well-Tempered Clavier” adds a level of tenderness and lyricism that hasn’t always been so pointedly in evidence. Each prelude and fugue brings with it not a new key, but a new expressive sound world, by turns reflective or forthright, aggressive or languorous. And through it all, Schiff keeps a spotlight – not too starkly, but without letting any details slip – on the interplay of individual melodic lines that is the essence of Bach’s fugal writing. The result is at once a brilliant structural essay and a rhapsodic display of warmth and tact.
Joshua Kosman, San Francisco Chronicle

..nothing seems hurried or laboured so that the tone of each prelude seems perfectly judged and fugues unforld naturally, with every voice given its own distinctive colouring and the space it needs.
Andrew Clements, The Guardian

Ein sinnliches, stimmiges Vergnügen, an dem sich alle anderen Pianisten messen lassen müssen.
Tobias Schmitz, Stern

He dashes through the C minor Prelude in almost indecent haste, as permitted by modern pianos without falling foul of the crowding reverberations of the harpsichord. The result is a supreme rendition of one of classical music’s keynote works.
Andy Gill, The Independent

Mit Präludien und Fugen zweimal durch sämtliche Tonarten – András Schiff präsentiert dieses Kompendium Bachs gewohnt souverän. Mir scheint seine neue Einspielung sogar noch etwas leichter und lockerer als die Mitte der 80er Jahre entstandene Aufnahme.
Martin Grunenberg, HR 2 Kultur

Schiff’s Bach sings and dances, and has a clarity derived from a mesmerising touch and an aversion to the sustain pedal.
Paul Riley, BBC Music Magazine

Der Pianist András Schiff nimmt es zum zweiten Mal mit Johann Sebastian Bachs „Wohltemperiertem Clavier“ auf und übertrifft sich dabei selbst. […] Bei Schiff finden sich keine spektakulären Tempi, keine „interessant“ vom Standard abweichenden Lesarten. Sein Spiel ist leuchtend schlank und flüssig, fast antiromantisch […] Schiff, streng das Pedal meidend, schafft einen stets durchhörbaren Klang, der nichts unterschlägt und von der führenden Oberstimme abwärts die einzelnen Stimmen dynamisch nach unten staffelt. Ein Asket mit Spielfreude ist da am Werk.
Reinhard J. Brembeck, Süddeutsche Zeitung


In what is not so much a radical rethink of his quarter-century-old Decca set as a wholly organic refinement, Schiff proves yet again what a masterful musician e is. [...] every piece dances and sparkles with life in a perfect matching of clarity with warmth. This must now be the prime recommendation for anyone wanting these works on the piano.
Guy Weatherall, Cassical Music

Schiff looks backward to the more emotional Bach of old-schoool pianists, while acknowledging the stylistic input of harpsichordists, but his playing has joy and brilliance, as well as depth.
Hugh Canning, Sunday Times