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April 14 , 2014

Reviews of the week

Frankfurter Allgemeine Zeitung dedicates the new recording of Erkki-Sven Tüür’s Seventh Symphony / Piano Concerto an extensive review

Nirgends geschieht etwas Klischeehaftes, Vorhersehbares, obwohl man alles, was geschieht, als vektoriell bedingt und einer Entwicklungslogik folgend, verstehen kann. […] Tüürs Landsmann Paavo Järvi, der bei der Uraufführung beider Werke das Sinfonieorchester des Hessischen Rundfunks dirigiert hat, ist auch der Dirigent dieser Einspielung. Da Tüür und Järvi sich seit Jahren kennen und Järvi mit Tüürs Werk vertraut ist, sich auch nie gescheut hat, in der gemeinsamen Muttersprache das Gespräch über die Musik zu suchen, verwundert es auch nicht, dass das Orchester in jedem Augenblick genau weiß, wie es zu agieren hat. Es benimmt sich als vorbildlicher Tüür-Klangkörper und entwickelt so etwas wie eine orchestrale Klang-Intelligenz Nichts bleibt vage, stets sind die Richtung und Dynamik der Musik prägnant, jede Nuance lässt sofort erkennen, welchem Gedanken sie dient. Es herrscht eine prächtige, lebendige, dabei trennscharfe Klarheit. Schwer, sich vorzustellen, dass eine Uraufführung noch angemessener ausfallen kann.
Hans-Jürgen Linke, Frankfurter Allgemeine Zeitung


German magazine Audio on Gidon Kremer and the Kremerata Baltica’s recording of compositions by Mieczyslaw Weinberg

Ein fast trotziger Optimismus durchzieht Weinbergs Musik. Kremer und seine Mitstreiter geben mit ihrem differenzierten Spiel, das die Aufnahme ausgesprochen lebendig dokumentiert, einen hervorragenden Einblick in Weinbergs umfangreiches Schaffen.
Andreas Fritz, Audio


French and German reviewers are thrilled by Paul Bley’s new solo recording Play Blue Oslo Concert

Des accords jouès en douceur, puis plaués, martelés, dissonants. [...] Les quatre premiers morceaux, qui forment une suite, relèvent de l’esthétique du free: brusques passages du forte au pianissimo, improvisation libre, provocations, surprises choquantes. [...] Au bout d’une cinquantaine de minutes surgissent des applaudissements: nous venons d’ecouter un concert. Sans laisser flotter un instant notre attention pour ne pas perdre le fil du discours: une véritable épreuve.
Michel Contat, Télérama

Leuchtende Akkorde, klarer Anschlag, moderner Improvisationsduktus – all diese Paul Bley zugesprochenen Attribute treffen auch auf seine jüngste Soloaufnahme (2008 in Oslo) zu. Fünf große Improvisationen über eigene Themen und über ‚Pent-Up House’ von Sonny Rollins zeigen einen Pianisten, der von Moden und Strömungen unbeirrt seine Kunst entfaltet.
Andreas Kolb, Neue Musikzeitung


German magazine Jazzpodium appreciates the intensity of the music on Vijay Iyer’s ECM debut Mutations

Das Oeuvre eines langen Entwicklungsprozesses ist zeitgenössische Musik, die aus komponierten und improvisierten Miniaturen besteht. Im Zusammenspiel mit einem klassischen Streichquartett wird ausgelotet, wie man innerhalb einer festgeschriebenen Struktur Freiräume erzeugt und damit einen im Moment geschaffenen Klang im Kontext gegenwärtiger Inspiration transformieren kann. […] Eines der Prinzipien Iyers‚ wie leise man spielen kann, um noch gehört zu werden’, legt er solistisch den Stücken ‚Spellbound and sacrosanct’, ‚Vuln part 2’ und ‚When we’re gone’ zugrunde, und nutzt sparsam Möglichkeiten elektronisch erzeugter Rhythmen und Klänge. Sie rahmen die intensive Musik der anspruchsvollen Suite ein.
Detlef A. Ott, Jazzpodium


One Is The Other by the Billy Hart Quartet is reviewed in Swiss and German magazines

Mit dem coolen schwarzen Tenoristen Mark Turner, in dessen Sonorität ebenso viel Warne Marsh schwingt wie, sagen wir: Joe Henderson; mit dem Bad-Plus-Pianisten Ethan Iverson; und mit dem Bassisten Ben Street entwickelt Hart schon seit 2003 ein immer filigraneres Interplay, einen swingenden, in der Komplexität der Kompositionen indes anspruchsvollen modernen Jazz. Eine Reverenz an Lennie Tristano (die ‚coole’ Orientierung von Turner!) steht am Beginn (‚Lennie Groove’), ein gefinkelter Blues ist Charlie Parker gewidmet (‚Yard’), und das steckt schon den Rahmen ab von dieser polystilistischen, aber keineswegs eklektisch zusammengeflickten Musik zwischen Poesie und Power.
Peter Rüedi, Die Weltwoche

Ethan Iverson, einst mit ‚Bad Plus’ als Piano-Berserker hervorgetreten, kehrt hier seine gelassene Seite heraus – eine wunderbare Ergänzung zu den unaufdringlichen Melodien des Tenorsaxofonisten Mark Turner. Zurückhaltend setzt ihnen Ben Street betont dunkle Kontrabassmelodien entgegen. Dass der Bandleader Billy Hart sein Schlagzeug sehr perkussiv spielt, verleiht den auch von der Aufnahmetechnik her luftig gestalteten acht Stücken zusätzliche Weite.
Werner Stiefele, Stereoplay


Le Vent, the new album by the Colin Vallon Trio, impresses German reviewers

Ein Wunder an mitreißender Subtilität. Die fließende Kombination von langsamen Tempi und Beschleunigung in einer Ästhetik des Minimalismus und der Zurückhaltung sind tragende Mittel in Vallons Erfolgskonzept […] Großen Anteil an der Verwandlung von Poesie in Power hat Neuzugang Julian Sartorius. Anders als Drummer-Vorgänger Samuel Rohrer verzichtet er auf laute und dynamische Breaks und fügt sich in einen Bandsound morbider Melancholie mit schwebenden Becken-Tänzen und sanftem Trommel-Pochen ein.
Heribert Ickerott, Jazzpodium

Geht’s noch schöner, noch feinsinniger, noch delikater? Der Pianist Colin Vallon setzt mit seinen ECM-Trioaufnahmen einen beeindruckenden Kontrapunkt zu den Pop-Experimenten und dem virtuosen Schaulaufen vieler moderner europäischer Piano-Ensembles. ‚LeVent’, wieder mit Kontrabassist Patrice Moret, aber dem neuen Drummer Julian Sartorius, ist noch subtiler und schwebender geraten als ‚Rruga’ (2011) und entfaltet aus der Stille heraus eine erstaunliche Kraft.
Matthias Inhoffen, Stereoplay


An American reaction to Extended Circle, the new recording by the Tord Gustavsen Quartet

Gustavsen uses themes from spirituals and hymns, showing how music dedicated to the Eternal can reach even the most agnostic soul on a deep level. A trio take of ‘Right There’ is contemplative and luminescent, and when Brunborg brings his reeds into the Norwegian hymn ‘A Castle In Heaven’ rich sonorities and emotions mix richly. ‘Devotion’ takes a vocal choir reading of 'Alleluia' and turns it into a thoughtful instrumental that swings like a heavenly gate, while Brunborg's cantoral tenor on ‘Staying There’ is like a rich testimony on a Sunday Morning. Music for sacred and secular enjoyment, as Gustavsen shows, there really is only one world, anyway.
George W. Harris, Jazz Weekly