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Jazzman, Choc du mois

This is the most exciting of Louis Sclavis’s recent album projects, and listening to it recalls in vivid fashion the initial impact of first encountering his music in the mid-80s. Sclavis, who is heard on his customary clarinet, bass clarinet and soprano saxophone, has assembled a new band for this disc, with only bass player Bruno Chevillon retained from his previous line-up. The excellent Jean-Luc Cappozzo comes in on trumpet, and provides an exemplary foil to the clarinettist, while Vincent Courtois adds the timbre and colour of cello to the mix, with François Merville on drums. The band may be new, but that is apparent only in the freshness of their approach. Everyone is self-evidently plugged into the clarinettist’s original, idiosyncratic wavelength, and they interpret his often demanding music in enthralling, sympathetic fashion. ... Sclavis has never claimed to be a conventional jazz musician, but his feeling for the music is always palpable, wherever he chooses to take it.
Kenny Mathieson, Jazzwise

Nirgends ist der Jazz lebendiger als an den Rändern. Von dort her erneuert er sich, und am Ende ist es gleichgültig, ob diese Musik am Ende noch so heissen wird – Hilfsbegriff war das Wort, das vielen seiner Protagonisten ein Unwort scheinen wollte, schon immer. Louis Sclavis ist dafür das jubelndste Beispiel. ... Sclavis ist so vielseitig, dass, wer ihn nicht kennt, erst einmal Charakterlosigkeit vermutet. Weit gefehlt. In allen Facetten ist er immer auch als er selbst zu erkennen. ... Dieses teilt sich überall und immer auf Anhieb mit, auch auf der CD mit dem rätselhaften Titel L’affrontement des prétendants, die diesen Kolumnisten wieder einmal seinen inflationären Umgang mit Superlativen bedauern lässt. Sie ist nicht weniger als hinreissend. Nicht nur präsentiert uns Sclavis mit Jean-Luc Cappozzo einen neuen, unvergleichlichen Trompeter – sein ganzes neues Quintett ist so etwas wie eine Big Band in nuce. ... Jede der Kompositionen scheint länger, als sie ist, in jeder ist mehr los, als man nach der Zeitangabe des Booklets glauben möchte. Schon jetzt sei die Behauptung gewagt: Dies ist eine der Platten des Jahres. Nicht nur in Europa.
Peter Rüedi, Die Weltwoche

Er ist auf der Höhe seines Könnens, ein brillanter Techniker, ein passionierter Spieler – und ein Draufgänger. In seiner Musik gibt es kein Zaudern, seine Konzerte fahren ab: Die spielerische Lust der Volksmusik und die Energie afrikanisch-amerikanischer Freejazzorgien kommen selbst bei kammermusikalischen Stücken oder bei Jazzballaden zum Tragen. ... Neun stimmige Kompositionen, klug konstruiert, federleicht gespielt, reich an Schattierungen, Farben und anregenden Improvisationen.
Patrik Landolt, Die Wochenzeitung

Es ist müßig zu erwähnen, dass Louis Sclavis’ Musik immer wieder dadurch besticht, dass sie keine amerikanischen Vorbilder kopiert und sich trotzdem eine Leichtigkeit bewahrt, die tief in dem Boden verwurzelt ist, in dem sie entsteht. Sclavis erfüllt alle Kriterien des Prädikats Jazz, und doch ist seine Musik nichts weniger als afroamerikanisch. ... Der Klarinettist erreicht mit seiner Band ein Höchstmaß an motivierter Interaktion, die von gruppendienlichen Soli durchzogen wird. ... Kein Solo findet nur um des Solos Willen statt, sondern alles hat einen vorbestimmten Platz im Ganzen. ... Sclavis ist nicht nur ein Spieler, nicht nur ein Interpret seiner eigenen Schöpfungen; er ist ein Künstler, der vor unseren Ohren Welten generiert, ein Gartenarchitekt, dessen Kreationen uns immer tiefer in ihr labyrinthisches Innere locken und auch beim hundertsten Kontakt nichts von ihrer Faszination verlieren.
Wolf Kampmann, Jazzthetik

Neben geradezu ekstatischer Spielfreude bietet Louis Sclavis auf seiner neuen CD L’affrontement des prétendants vor allem musikalische Erkenntnisse, die sich aus den Eindrücken seiner zahlreichen Afrika-Erkundungen ergeben haben. ... Auch das Titelstück, das die CD eröffnet, basiert auf afrikanischen Rhythmen. Herzstück des Albums ist jedoch die siebzehn Minuten lange Hommage à Lounès Matoub. Das Stück beginnt mit einem Klagegesang des Cellos, dem einem Trauermarsch ähnliche Passage folgt, die wiederum von Capozzos majestätisch klingender Trompete dominiert wird. Doch nach zwei Drittel des Wegs verwandelt sich das bewegende Würde ausstrahlende Erinnerungsstück plötzlich in einen rhythmischen Hexenkessel, über dem Sclavis’ Klarinette jubiliert. Das Quintett durcheilt ganz unterschiedliche Rhythmen, die Musik feiert den Triumph des Lebens über den Tod.
Rolf Thomas, Frankfurter Allgemeine Zeitung

L'affrontements des prétendants ist eines jener außergewöhnlichen Alben, die so reich an Ideen, so hinreißend logisch zwischen den Extremen vermitteln können. Die Oberfläche der Musik scheint von kaum merklich widerständigen Splittern durchsetzt, die den Blick der Aufmerksamkeit immer wieder neu brechen, prismatisch auffächern und immer neue, immer rätselhaftere Vexierbilder hervorzaubern. ... Selten wurde der Konflikt zwischen Improvisation und Komposition auf so wundersam kluge und überzeugende Weise ausgetragen, selten erschien der Glaube an die ewige Gültigkeit dieses alten Antagonismus so künstlich und so hinfällig.
Harry Lachner, Süddeutsche Zeitung

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