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About ECM

Call it jazz, world music, contemporary classical… for nearly four decades, Manfred Eicher’s ECM label has been giving us some of the most adventurous, rewarding and best-produces music around. Small wonder, then, that when Jean-Luc Godard was offered the use of any ECM fare suitable for his films, he accepted. … Eicher released CDs of the Nouvelle Vague and Histoire(s) du Cinéma soundtracks. The fruitful collaboration continues with ECM’s first DVD, a typically elegant and sympathetic package of four Godard shorts. … ‘De l’origine du XXIe siècle’, made for millennial Cannes, is one of Godard’s finest and most succinct recent efforts, blending Bergman, Rossellini and Ophüls with archive footage to present a sorrowing account of our absurd obsession with war and destruction. ‘The Old Place’ … is a meditation on the relationship between art, reality, economics and ethics … ‘Liberté et Patrié’ is a more modest but unusually engaging look at the life and work of Aimé Pache, a painter from the couple’s hometown Rolle, while the very brief ‘Je vous salue, Sarajevo’ dissects a photograph to telling effect. All the print transfers are good, and the whole comes with a sumptuous booklet in English, French and German which contains essays and translations for the movies.
Geoff Andrew, Time Out

The German ECM label is internationally famous for its austere and probingly cross-genre jazz releases. Now it has released its first DVD – a collection of four short films, from “Je vous salue, Sarajevo” to “Liberté et patrie”, by the equally austere and probing director Jean-Luc Godard whose early New Wave films, among them “Á bout de soufflé” and “Bande à part”, revolutionised cinema with their bebop rhythms. The films are dialogues with long-time collaborator Anne-Marie Miéville. They are video-essays, at once personal and political, artistic and abstract, that range across subjects from the role of memory in an amnesiac age to the status of the image in consumerist societies. …
The dominant tone of this upscale data bank is one of grief. The commentary, citing philosophers and artists, at times veers on the hermetic. Still, cumulatively, they have a meditative intensity that is quite beguiling.
Sukhdev Sandhu, Daily Telegraph

In den Four Short Films, dieser schön gestalteten Buchproduktion, mit der das Münchner Musik-Label ECM auf anspruchsvollstem Niveau « ECM Cinema » eröffnet, seine neue DVD-Edition, sabotiert der 1930 geborene Regisseur, der als einer der Erfinder des Kinos zugleich einer von dessen berühmtesten Vergessenen ist, die totalitären Konventionen des Gegenwartsfilms und erneuert die ursprüngliche und reine Kraft der Bilder. Godards vordergründiges Interesse gilt freilich dem eigenen Medium, das er jedoch nicht nur in der dichten, dabei nur gerade 21-minütigen Skizze über den Waadtländer Maler Aimé Pache transzendiert, sondern auch in den andern dieser zwischen 1993 und 2002 entstandenen Filme, in denen sich Literatur und Musik, die „histoire(s) du cinéma“, die öffentliche und die private Politik des Sehens und die Geschichte des vergangenen Jahrhunderts zu einer faszinierenden und daher am Ende immer auch etwas rätselhaften Kunst verbinden.
Thomas David, Neue Zürcher Zeitung

Die von Jean-Luc Godard und Anne-Marie Miéville produzierten und von Manfred Eicher sorgfältig edierten vier Videos ... zeigen das Ende des Kinos als Metamorphose eines Anfangs. Erst durch die DVD werden die Lesbarkeit, die Wieder-Holbarkeit – und, so gesehen, auch die enorme Energie der Typografie und des Umbruchs erfahrbar. Vielleicht mündet die Welt nicht mehr, wie Mallarmé dies gewünscht hatte, in ein Buch. Doch die Lektüre des Textes, wie Jean-Luc Godard ihn aus den Kinobildern entziffert und neu zusammenstellt, hat erst begonnen.
Hanns Zischler, Die Zeit

Auf DVD ist die Situation mehr als beschämend, weil offenbar der Mut fehlt, die Filme systematisch verfügbar zu machen – ein Mut, der bei Rohmer und Truffaut gerade noch aufgebracht wird. Angesichts dessen nimmt es sich wie eine provokative Intervention aus, wenn jetzt der Musikproduzent und Labelbetreiber Manfred Eicher von ECM eine DVD mit vier Kurzfilmen von Godard herausbringt, die dieser zwischen 1993 und 2002 produziert hat. ... Eine Provokation ist zudem die bibliophile Gestaltung der DVD im Buchformat – dreisprachig, mit einer Vielzahl von Abbildungen und einem klugen Essay des Filmkritikers Michael Althen.
Und dann sind da schließlich die Filme selbst, unendlich weit entfernt von dem, was einem heutzutage im Kino vorgesetzt wird. Godard arbeitet mit Fundstücken aus Filmen von Kubrick und Bergman, mit Wochenschauausschnitten, die er mit Tönen und Texten von Borges und Blanchot kombiniert, um einen Fluss der Reflexionen in Bewegung zu setzen. Der Filmemacher ... arbeitet an einem gleichberechtigten Dialog der Künste, bei dem kein Element bloß illustrativ „benutzt“ wird. Insofern ist diese DVD Einladung und Geschenk zugleich, eine Aufforderung, den Kontakt zu einem der bedeutendsten Filmemacher der Gegenwart nicht zu verlieren, und eine Chance, Schönheit und Schrecken des Denkens mit Bildern neu zu entdecken.
Ulrich Kriest, Stuttgarter Zeitung

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