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About ECM

Neue Zeitschrift für Musik, Empfehlung

Ukrainian composer Valentin Silvestrov's music has been recorded by high-profile labels... With the best production values of all, ECM has launched into its own Silvestrov series, following up a fine chamber-music set from last year with this even better disc pairing two piano concertante works, "Metamusik" and "Postludium." Shimmering like the heat haze off some celestial highway, these pieces bend in and out of aural focus, as edgy, forward-minded ideas mix with nostalgic touches of great beauty. One of Silvestrov's prime champions, pianist Alexei Lubimov speaks his language fluently. Born in 1937, the composer fully deserves this latter-day renaissance, and ECM's gorgeous presentation underlines its dedication to his cause.
Bradley Bambarger, Billboard Magazine

Whether or not you respond to Silvestrov, there is no doubting the qualities of imagination and the richness of invention that it possesses. ... The scoring, particularly in the bass end of the spectrum, is wonderfully rich and the heavy, dark and oppressive textures are at times almost suffocating. The post-Scriabinesque moments are offset by the occasional dreamlike ... hints of Mahlerian warmth. This is strong stuff, an undeniably powerful vision to which listeners will react strongly. As with any composer of vision, Silvestrov creates a world that is distinctively his own, whether or not you wish to enter and surrender to its magic... The Vienna Radio Symphony Orchestra under Dennis Russell Davies provides expert and authoritative playing and there is superb recorded sound. I do urge readers to investigate this.
Robert Layton, International Record Review

Der Ukrainer Silvestrov ist einer jener sowjetischen (und nachsowjetischen) Komponisten, die aus der empfundenen Enge des sozialistischen Realismus heraus ganz neue Zugänge zu Spiritualismus, zum Geheimnis schöpferischen Daseins, entwickelten. Ganz aus diesem Geist heraus entstand 1984 das eruptive und letztlich sublim verschwebende "Postludium", dem mit der "Metamusik" von 1992 ein fast 50-minütiger Koloss, gewissermaßen als gewaltige und gewaltsame Unersättlichkeit des Loslassens, folgte. Wunderbar gespielt!
Reinhard Schulz, Neue Musikzeitung

Silvestrov übernimmt mit den Titeln zwei Begriffe, die er auch sonst benutzt, um den Stil seiner jüngeren Werke zu beschreiben, denen ja mit "normalen" Hörerwartungen nicht mehr beizukommen ist: Ihre unendlich langsamen Abläufe, ihre weiten, Dur-Terzen durchaus nicht verschmähenden Klangflächen, in denen melodische Bruchstücke unversehens kommen und gehen, wirken wie eine meditative Musik nach der Musik, wie nachklingende Erinnerungen. "Metamusik" und "Postludium" projizieren diese an sich intime kompositorische Grundidee ins Große, ja Riesenhafte, wobei das Klavier nicht im traditionellen Sinn solistisch hervortritt und unter nahezu völligem Verzicht auf akkordische Zusammenklänge eingesetzt ist; sein Klang bildet nur noch die wichtigste Farbe in der Orchesterpalette. Die Darstellung beider Werke, von denen die dreiviertelstündige "Metamusik" eine CD-Premiere ist, lässt keine Wünsche offen.
Ingo Harden, Fono Forum

Wie bei den amerikanischen Minimalisten haben sich auch bei den osteuropäischen Postmodernen im Laufe der Zeit gewaltige Unterschiede aufgetan. Dass Silvestrov in den Siebzigern zu einem unverwechselbaren Personalstil gefunden hat, der in seiner vielschichtig schillernden Komplexität und bei fast besessen zu nennender Einkreisung und Durchleuchtung einiger weniger musikalischer Parameter - etwa Melos, Reprise, Dacapo - eher mit Messiaen als mit Pärt in einen Topf zu werfen wäre, ist evident. ... "Metamusik" hebt, ähnlich wie "Postludium", mit einer Eröffnungsfanfare des Orchesters an, die wie das Wegziehen eines Vorhanges wirkt, nachbebend und sich auflösend in labyrinthisch verzweigte Schatten und Echos aus variierten Skalenpartikeln, Triolenfloskeln, Dreiklangsfiguren, Arpeggien, Tremolos, Zitaten und Selbstzitaten. ... Auch das Klavier, das solistisch hinzutritt, webt organisch seine Melismen in den durch Wiederholung und exzessive Rubati in haptische Körperlichkeit versetzten Orchesterklang - dergestalt, dass das Stück, anschwellend, abschwellend, lebendig zu atmen scheint wie ein großes, schönes, fremdartiges Tier, an das man sich gleichwohl ganz genau zu erinnern meint aus einem früheren Leben. Diese Erinnerungsarbeit der Sinne ist es, die Silvestrovs Musik und Lubimovs Klavierspiel gleichermaßen auszeichnet. Dennis Russell Davies und das RSO Wien sind beiden kongeniale Partner.
Eleonore Büning, Frankfurter Allgemeine Zeitung

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