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C’est presque un hymne à l’Europe, en tout cas la négation de tout nationalisme musical. Alexander Lonquich, pianiste quadragénaire allemand, propose une admirable leçon de piano français, de la fin du XIXe au début de XXe siècle, signée Fauré, Ravel et Messiaen. On apprécie la délicatesse du toucher exempte de toute mièvrerie. Il aborde sans a priori le jeune Messiaen encore tout gorgé de Debussy dans son « Chant d’extase » ou « Un reflet dans le vent ». Il ne voit pas non plus dans Fauré un compositeur de salon : ses cinq Impromptus supportent la comparaison avec le Ravel du « Gaspard de la nuit ». Il est bon de remettre les œuvres dans leur contexte et les pièces du puzzle dans le bon ordre.
Le Figaro

In Plainte calme erscheinen drei kompositorische Sphären eng aneinander gerückt: diejenigen Olivier Messiaens, Maurice Ravels und Gabriel Faurés. Dessen Impromptus taugen hier als „Promenade“ durch eine Welt irisierender Klänge im Schwellenbereich zur Nichttonalität. ... Kompakt gespielt wird der frühe, durchaus schon von schwärmerischer Religiosität berührte Messiaen-Zyklus sowie das Ravel-Triptychon, dessen klaviertechnisch gefürchtete Außensätze Lonquich mit einer zart insistierenden Eleganz absolviert, die gleichwohl nichts vom plötzlich aufschießenden Elan verschenkt. Klavieristischer Theaterdonner wäre schnell vorbei. Lonquichs Kunst der Nuance und der „difference“ bleibt lange im Gedächtnis haften – als erfüllte, gelebte Musik.
Hans-Klaus Jungheinrich, Frankfurter Rundschau

Faurés Impromptus entstanden über einen Zeitraum von Jahrzehnten. Sie sind erstaunlich hermetisch, wie sich die Musik Faurés ja generell nicht leicht erschließt und erfreulicher Weise gerade jetzt allmählich wieder für das Repertoire entdeckt wird. Da trifft Lonquich den – man möchte sagen – unentschiedenen Tonfall traumhaft sicher. ... Wir haben noch das Meisterwerk, Ravels „Gaspard de la Nuit“. Und hier transzendiert Lonquichs Klavierspiel in wirklich atemberaubender Weise in ein tiefdunkles Jenseits. Ganze Sträuße von Blumen des Bösen pflückt er, und es sind auch ein paar Höllenrosen dabei.
Norbert Ely, Deutschlandfunk / Die neue Platte

In seinem neuen Album mit dem Messiaen-Titel Plainte calme erzählt er eine kleine Geschichte der französischen Klaviermusik in drei Generationen nicht der Reihe nach. Er streut die fünf Impromptus, die Gabriel Fauré von 1881 bis 1909 veröffentlichte, verbindend und trennend zwischen Messiaens frühe „Préludes pour piano“ und Ravels „Gaspard de la nuit“. Unversehens gewinnen die keineswegs harmlosen Charakterstücke an Profil und Eigenleben. ... Ravel, Faurés Kompositionsschüler am Pariser Conservatoire ... hat mit Nixe, Galgen und Höllenzwerg den Pianisten das Fürchten beigebracht. Aber Lonquich scheint die tour de force nichts auszumachen. Unangestrengt, textstreng lässt er Unerhörtes hören... Noch in der teuflischsten Akrobatik behält Lonquich kühlen Kopf, sensualistische Finger und melodischen Charme. Diese Elemente des Durch- und Überblicks lassen ihn auch bei Fauré und Debussy nie im Stich.
Ellen Kohlhaas, Frankfurter Allgemeine Zeitung

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