News/Special Offers
Artists
Catalogue/Shop
Tours
Links
About ECM

Gramophone, Editor’s Choice
Répertoire, Le Disque du mois

Like Glenn Gould before him, András Schiff waited 20 years to revisit the Goldberg Variations. Unlike Gould, whose mannerisms grew more baroque than the work itself through the intervening decades, his second interpretation presents the Variations with as little interference as possible. Does this mean that “all” Schiff does is play the notes in front of him? No. The minute alterations of emphasis and articulation within each variation represent years of observation; the kind of study intrinsic to a proper exposition of the topology of Bach’s thematic revolution. … “Great” is not a word to be used casually when it comes to CDs, but no other term does justice. Lucidity, elegance and strength are all here and exquisitely balanced. The definitive Goldberg? As far as I’m concerned, yes.
Ann Picard, Independent on Sunday

Since no great artist stands still, Schiff has now issued another performance of the Goldberg Variations. … This is a recording from a concert in Basel, October 2001, and the shapes, the contrasts, and silences Schiff brings to the aria and its 30 variations very much suggest a living organism. We don’t hear Schiff’s breathing, but we certainly hear Bach’s as his spins the theme into brilliant cascades, gentle musings, or intricate canons. What Landowska called the “black pearl” variation, the sombre 25th, provides the emotional climax, as it should; but the set is still governed by Schiff’s light wit, his delight in Bach’s genius, and the joy of a pleasure being shared.
Geoff Brown, The Times

Schiff is the master colourist who, like Glenn Gould in his later Sony recording, achieves impressive continuity between variations. Contrasts, too and never more so than in the sequence of variations Nos 20 to 22, taking us from brilliantly realised syncopations, to a glowering canon in sevenths then dipping suddenly for the intimate “stile antico” of the four-part 22nd variation. … As for overall style, repeats are often embellished, sometimes radically varied, such as the underlined counterpoint of No 8’ s first repeat and the shift from staccato to legato in No. 11. … This is a fascinating, beautiful, deeply pondered and profoundly pianistic “Goldbergs”, and while not “authentic” in the accepted scholarly sense, it is appreciative of Baroque manners and ornamentation.
Rob Cowan, Gramophone

Wenn Alfred Brendels These, wonach man die großen Werke der Literatur dreimal – in früher, mittlerer und später Lebensphase – aufnehmen sollte, ihre Berechtigung findet, dann in dieser Aufnahme. Sie lebt von einer unmittelbaren Brillanz, die nie purer Selbstzweck ist. Schiff experimentiert nicht, er gibt Erfahrungen kund. Doch wirkt sein Spiel nicht gesetzter, sondern kerniger und zugleich spekulativer. Hell, atmend, schwingend. Brillanz und Geschmack als Symbiose. Die Musik erscheint als eine gleichermaßen logisch konstruierte wie sinnliche und auf eine höhere Macht hindeutende Ausdrucksform.
Christoph Vratz, Fono Forum

Es war vor einigen Monaten in Florenz, da setzte sich der ungarische Pianist András Schiff vor die Tasten und verfasste einen Reiseführer. In Worten. ... Schiffs origineller Reiseführer ist im Beiheft seiner Aufnahme von Bachs Goldberg-Variationen nachzulesen. Das Werk hat derzeit erhöhte Konjunktur, aber Schiff fällt es leicht, auf diesen Kurswert individuell zu reagieren, denn er hat sich unendlich mehr Gedanken gemacht, als in Worte zu fassen sind. Sein Klavierspiel ist ruhig, übersichtlich, in den Tempi unspektakulär. Nie gibt er den Neunmalklugen, den Experimentator, jede Variation ist bei ihm ein atmendes Gebilde. Aber seine Details grenzen an Wahnsinn. ... Weil der Ungar jede vorgeschriebene Wiederholung spielt, gewinnt er Raum für eine Methodik der Abweichung. Es ergeben sich neue Tönungen wie Echos, die sich verselbständigen, oder dialektische Manöver in Phrasierung und Artikulation... Schiff lässt sich überdies – darin Barocker Praxis nahe – Verzierungen einfallen, dass man aus dem Staunen nicht herauskommt. ... So ist es denn ein pausenlos frohgemutes Entdecken mit dem doppelten Reiseführer Schiff.
Wolfram Goertz, Die Zeit

Die Aria hat man wohl noch nie so agogisch frei gehört wie bei Schiff; ein mit funkelnden Verzierungen, aufblühenden Klängen und Obertonschwebungen erscheinendes Mysterium, das in den folgenden Variationen allerdings dann seinen ganzen, in ihm schon enthaltenen Reichtum entfaltet. András Schiff besitzt überlegene Technik, hochdifferenzierten Klangsinn und erstaunliches Gespür für die metaphysische Struktur, das heißt für die von Bach erdachte symmetrische Architektur des Werkes. Und so gelingt es ihm auch ... so etwas wie eine wunderbare Erzählhaltung einzunehmen oder eine Klangreise durchzuführen, bei der man sich an die Hand genommen fühlt wie Dante von Vergil auf seinem Gang durch die Labyrinthe des Purgatorio.
Wolfgang Sandner, Frankfurter Allgemeine Zeitung

Back