It is a superb account, bursting at once with piety toward the spirit of this music and sheer irreverence toward its execution. At the center is Mr. Kremer’s unmistakable approach to tone production: raw, molten fortes are pulled from deep inside the strings, ghostly pianos are floated with lightning-quick bow speed. On the whole, tempos are fast, and Mr. Kremer’s approach to Bach’s thick chords is more compact and vertical. … Like the earlier set, this one bristles with fresh ideas. … In Mr. Kremer’s latest … this centuries-old music sounds searingly modern, like a composer’s testament born, as the violinist reminds us, in a “yesterday that will always be today.”
Jeremy Eichler, The New York Times
There is no one else today who can offer what Kremer can in Bach’s sonatas and partitas for solo violin. …His playing has turned raw, deeply probing, ferociously honest. The old Bach scores mean something to him only if they become new music. … And once Kremer begins digging, he won’t be satisfied until he reaches the center of the Earth. He pretty much gets there, and the journey is dazzling, exhausting, exhilarating, powerfully moving – condensing a huge amount of experience into a couple of hours. One obvious highlight is the famed Chaconne in D minor from the Second Partita, here a monument of recorded sound. … This recording may well become a classic, but that is not the point. It matters because it means so much right now.
Mark Swed, Los Angeles Times
Magnificence itself, this set of six works is a summit of Bach’s achievement – no less momentous, and all the more mountainous, for being an instrumental solo. Kremer has the measure of it if anyone has, playing with a clarity and force, a driven dancingness, in which passion and jubilation are one. The alternation of four-movement sonatas, each with its fugue, and variably structured partitas adds formal interest to the works when given complete. … Kremer’s handling of the D minor chaconne is masterly, full of bold contrasts, profound yet aerated, as are his performances throughout.
Paul Driver, Sunday Times
Endlich wird im Zentralheiligtum der Sologeigerei mal nicht Bach, sondern mit Bach gespielt. Ein Gipfeltreffen. Gidon Kremer lässt die Noten lachen, tanzen, träumen, rasen. Zum Abheben.
Die Zeit
Es ist kein zaudernder Zugriff, sondern ein beherzter, kraftvoller und trotzdem zarter. Kremer bewältigt souverän die musikalische Architektur. Und scheint fast einen imaginären Dialog zu führen, mit sich, mit seiner Guaneri del Gesù, mit Bach, mit der Welt. Kremer nennt es den „Nachlass eines Spielmanns“. Es ist viel mehr: die Meisterleistung eines der großen Geiger unserer Zeit, der doch immer das Repertoire zu erweitern sucht.
Manuel Brug, Die Welt
Kremer resümiert hier seine Erfahrungen aus der Auseinandersetzung mit Bach – zu denen unüberhörbar auch die Beschäftigung mit der historisch fundierten “Klangrede” gehört -, ohne dabei aber etwa in eine gleichsam altersweise Abgeklärtheit zu verfallen. Ganz im Gegenteil ist die Einspielung von einer bewegenden Expressivität geprägt, die sich aus dem spürbaren Ringen um jeden Ton, aus der nie vollendeten Suche nach der musikalischen Wahrheit hinter den Noten speist.
Marcus Stäbler, Fono Forum
Gidon Kremers Einspielung der Bach’schen Solosonaten und –partiten von 1981 gehört zu den Meilensteinen der Interpretationsgeschichte. ... Und vom ersten Ton an nimmt einen Kremers – im Vergleich zur alten Aufnahme noch einmal radikalisierte – Subjektivität gefangen. In langsamen Sätzen gestaltet er das Tempo sehr frei, mit rhetorischem Nachdruck, Presto-Vorgaben deutet er als rastlos gehetzte Grenzerfahrungen, vor den Wiederholungen scheint er nochmals Luft zu holen, um den Abschnitt dann gleichsam auf einen Atem auszusingen. ... Für Kremer ist Bach ein nicht immer bequemer Zeitgenosse für das Hier und Jetzt.
Juan Martin Koch, Neue Musikzeitung
Als hätte mir jemand den Schlüssel zu der Schatzkammer in die Hand gedrückt, von deren Existenz ich ja überzeugt war, in die ich aber noch nie hineingelangt hatte – so erlebe ich auf einmal die “Sei”, wie Gidon Kremer liebevoll in seinen Ansichten über die Werke schreibt, ohne dass ich mir den Zwiespalt zwischen persönlicher Ahnung und gegeigter Realität fadenscheinig hinwegzuerklären versuche: Keine Diskussion mehr über die richtige Art, das Instrument zu besaiten, über Gebote und Verbote der Aufführungspraxis, über Tempi, deutschen und italienischen Bogen, unerreichbare Ideale - sondern nur noch ein unendliches Staunen über die Fülle farblicher Schattierungen, die mutige Rhetorik und die Rigorosität, mit der hier einer Sache auf den Grund gegangen wird.
Rasmus van Rijn, Klassik heute online
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