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Gerade bei Beethoven – wie hier in seinem letzten Streichquartett - muss man genau nachdenken, damit am Ende alles selbstverständlich klingt und einem der Hörer den nötigen Ernst, den versteckten Humor, den virtuosen Glanz und die erforderliche Balance abnimmt.
Dem Zehetmair Quartett gelingt der Ausdruck fabelhaft. Alles ist vorhanden: Natürlichkeit, Raffinement, Spontaneität, Kraft, Geist. Auf diesem Beethoven liegt kein Gramm Staub, auch nicht auf den plötzlichen Umschwüngen im Finalsatz. Die neue Doppel-CD enthält auch das weniger bekannte Streichquartett von Anton Bruckner. Was für ein Kontrast! Zuerst der ausgefeilte, stil-sichere Beethoven, dann der knapp 40-jährige Bruckner, der noch bei einem zehn Jahre jüngeren Lehrer Unterricht nimmt, weil er sich noch nicht weit genug fühlt, obwohl er den Kontrapunkt längst bis ins Detail beherrscht. Man könnte denken, dass sich das Zehetmair Quartett mit seinem ungemein schlanken Klang schwer tut mit diesem romantisch-warm tönenden Bruckner. Aber dieses Werk wirkt in dieser Aufnahme wie gereinigt, unmittelbar, direkt, frisch. Auch im Trio, wo sich der Symphoniker Bruckner zu erkennen gibt, mit seiner Vorliebe für österreichische Ländler. […] Das Zehetmair Quartett beweist mit diesen Einspielungen seine außergewöhnliche Qualität. Das Musizieren spielt sich für dieses Ensemble nie im Mittelfeld ab, es begnügt sich nicht mit gefälligem Geplänkel. Es scheint, als wollten die vier Streicher stets die Linie des Normalen überschreiten – Musik als Grenzerfahrung!
Christoph Vratz, WDR 3

The album opens with Beethoven’s final quartet, the Opus 135, taken at risky speed, and unflickering in its glare at approaching death. Next comes the Bruckner quartet (admit it: you never knew he wrote one), written in the composer’s early 40s and, in its quietude, an antidote to his huge symphonies. Then the quartet play Hartmann and you grasp the coherence of the compilation. The final piece, commissioned by the Zehetmairs from the Swiss composer Heinz Holliger, is full of allusions to German literature, though lacking a strong conclusion. That said, this is a bold and intelligent album, played with passion: a signature project.
Norman Lebrecht, Sinfini


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